Dienstag, 12. Juli 2011

Eine Pflanze, die wir lieben!


Wer Zucker mag, wird Stevia lieben. Wer Zucker mag, ihn aber wegen seiner vielen Kalorien meidet, noch viel mehr: Die süßen Inhaltsstoffen der Pflanze sind 300 mal so süß wie Zucker, haben keine Kalorien, sind für Diabetiker geeignet und unterbinden die Karies-Bildung. Ein kurzlebiger PR-Gau?

Im Gegenteil! Stevia rebaudiana wird seit jeher traditionell von den Einwohnern Südamerikas als Heilpflanze und Süßungsmittel verwendet. Erst 1887 „entdeckte“ Moisés Bertoni, ein Naturwissenschaftler, die Pflanze und verhalf ihr zu einem Siegeszug in den Industrieländern. Größter Verbraucher von Stevia ist mittlerweile Japan, wo die Pflanze in Fertignahrungen, eingelegten Meeresfrüchten, Süßigkeiten, Kaugummi, Sojasauce oder Getränken Verwendung findet.

Doch wie muss man sich die viel versprechende Pflanze in natura vorstellen? Stevia rebaudiana ist eine Staude, die ursprünglich im Gebiet der Amambai-Bergkette zwischen Paraguay und Brasilien vorkommt. Das süße Prinzip von Stevia basiert auf dem Vorhandensein der süßen Moleküle Steviolglycosiden (Diterpenglykoside), die wasserlöslich sind. Diese Eigenschaft macht Stevia zu einem wunderbaren Spßungsmittel, zum Beispiel für Tees. Ein weiterer schöner Nebeneffekt ist, dass die fermentierten Blättern eine sehr starke antioxidative Wirkung haben, die jene des Grünen-Tees sogar übersteigt. Weil Stevia auch plaquehemmend wirkt, finden Zusätze von Stevia immer mehr in Zahnpasten und Mundwassern Verwendung.

Weitere Infos zu Stevia, entsprechender Literatur oder Rezeptvörschläge finden Sie hier.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen